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Smarte Ziele formulieren, damit Du in die Umsetzung kommst

Als nebenberuflich Selbstständige stehen wir oft vor der Herausforderung, unsere kostbare Zeit und Energie effektiv zu nutzen, um unsere Ziele zu erreichen. Doch wie können wir sicherstellen, dass wir unsere Ziele richtig setzen, um sie am Ende auch wirklich zu erreichen? Die Antwort? Setze Dir smarte Ziele. Hier sind einige bewährte Strategien und Überlegungen, um Deine smarten Ziele in Angriff zu nehmen.

Wichtig für Dich zu wissen: Es gibt unterschiedliche Arten von Zielen. Bevor Du mit der Zieldefinition startest, frage Dich daher:

  • Hast Du ein Verhaltensziel? D.h. möchtest Du Dein Verhalten ändern?
  • Hast Du ein Haltungsziel? D.h. möchtest Du die Art und Weise, wie Du über etwas denkst (Dein Mindset), verändern?

Verhaltensziele sind generell wesentlich einfacher zu erreichen, denn es reicht, sich an einen Maßnahmenplan zu halten. Bei Haltungszielen ist es da schon schwieriger. Haltungsziele beziehen sich auf Einstellungen, Überzeugungen oder Werthaltungen, die wir ggf. schon von Kindesbeinen an leben. Diese geben uns Sicherheit und Orientierung und müssen bei einer Änderung durch zieldienlichere ersetzt werden, die Dir aber genauso Sicherheit und Orientierung geben.

Frage Dich als nächstes, in Bezug auf Dein Verhaltens- oder Haltungsziel:

  • Geht es um spezifische Situationen? Z.B. auf der Arbeit, mit bestimmten Personen?
  • Ist die Zielerreichung situationsunabhängig, also allgemeingültig?

Hier ein paar Bespiele für situationsspezifische und situationsunabhängige Haltungs- und Verhaltensziele:

Verhaltensziel situationsspezifisch: Auf der Arbeit wähle ich mittags das vegetarische Gericht.

Verhaltensziel situationsunabhängig: Ich ernähre mich vegetarisch.

Haltungsziel situationsspezifisch: Im Gespräch liegt mein Fokus bei meinem Gegenüber.

Haltungsziel situationsunabhängig: Ich lebe meine Prioritäten.

Ziele müssen SMART sein

Ziele sollten spezifisch, messbar, erreichbar, realistisch und terminierbar sein – die sogenannten SMART-Kriterien. Diese Klarheit hilft, den Fokus zu schärfen und den Fortschritt zu verfolgen. Zusätzlich zu den SMART-Kriterien kommt bei mir noch: PS. Die Ziele sollen zudem positiv und selbstständig erreichbar sein.

Doch wie formulierst Du nun smarte Ziele?

Smarte Ziele sind spezifisch

Spezifisch bedeutet, dass jedes Ziel konkret und eindeutig formuliert wird und keine Vergleiche enthält. Am besten formulierst Du den gewünschten Endzustand.

So nicht: Ich möchte besser mit meinen Kolleg*innen kommunizieren können. (Hier ist nicht klar, was besser bedeutet und wer genau die Kolleg*innen sind.)

Bitte so: Im nächsten Mitarbeitendengespräch mit meiner Chefin spreche ich meine Kritikpunkte offen und ehrlich an.

Fragen, die Dir helfen, spezifische Ziele zu formulieren:

  • Was genau möchtest Du erreichen?
  • Was machst Du dann konkret anders?
  • Was ist anders als jetzt, wenn Du den Zielzustand erreicht hast?

Smarte Ziele sind messbar

Messbar bedeutet, dass Du das Ziel so formulierst, dass das Ergebnis auch überprüfbar ist. Einen Ermessensspielraum gibt es hierbei nicht. Definiere klare Indikatoren oder Meilensteine, anhand derer Du Deinen Fortschritt messen kannst. Entweder das Ziel wurde erreicht oder eben nicht.

So nicht: Ich werde ein paar Blogartikel schreiben

Bitte so: Ich schreibe pro Monat einen Blogartikel und veröffentliche diesen auf meinem Blog.

Fragen, die Dir helfen, messbare Ziele zu formulieren:

  • Wie kannst Du die Zielerreichung überprüfen?
  • Woran merkst Du, dass Du Dein Ziel erreicht hast?
  • Woran merken andere, dass Du Dein Ziel erreicht hast?

Smarte Ziele sind attraktiv

Attraktiv bedeutet, dass die Zielerreichung für Dich erstrebenswert ist. Du solltest wirklich Lust und Freude daran haben, auf Dein Ziel hinzuarbeiten.

So nicht: Ich möchte öfter ins Fitnessstudio gehen.

Bitte so: Ich gehe einmal pro Woche ins Fitnessstudio.

Fragen, die dir helfen, attraktive Ziele zu formulieren:

  • Was motiviert Dich dabei?
  • Wie motiviert bist Du auf einer Skala von 0 bis 10 das Ziel zu erreichen? 0 steht für gar nicht motiviert, 10 für top motiviert.
  • Wofür ist das wichtig?

Smarte Ziele sind realistisch

Realistisch bedeutet, dass die Ziele auch wirklich erreichbar sind. Dabei dürfen die Ziele aber trotzdem anspruchsvoll sein.

So nicht: Das könnte ich schaffen.

Bitte so: Ich gebe der Zielerreichung eine Erfolgswahrscheinlichkeit von 90%, wenn ich mich strikt an meinen Trainingsplan halte.

Fragen, die Dir helfen, realistische Ziele zu formulieren:

  • Auf einer Skala von 0 bis 10 für wie wahrscheinlich hältst Du die Zielerreichung? 0 gar nicht wahrscheinlich, 10 zu 100% erreichbar.
  • Was sagt Dein innerer Schweinehund zu Deinem Ziel?
  • Welche Unterstützung brauchst Du zur Zielerreichung?

Smarte Ziele sind terminiert

Terminiert bedeutet, dass der Zeitpunkt der Zielerreichung exakt definiert ist.

So nicht: In 2024 launche ich einen Online-Selbstlernkurs.

Bitte so: Bis zum 30.06.2024 launche ich meinen Online-Selbstlernkurs zum Thema X.

Fragen, die Dir helfen, terminierbare Ziele zu formulieren:

  • Bis wann genau möchtest Du Dein Ziel erreicht haben?
  • Wie wichtig ist genau dieser Termin für Dich?
  • Welche Auswirkungen hat es, wenn Du den Termin verschiebst?

Smarte Ziele sind positiv

Positiv bedeutet, dass das Ziel in positiv formuliert wird, also nicht in Form einer Verneinung. Die Zielformulierung darf keine Worte wie nicht mehr, nicht, kein oder ähnliches enthalten.

So nicht: Ich möchte meine Ziele nicht mehr auf den letzten Drücker formulieren.

Bitte so: Meine Ziele für das erste Quartal 2024 formuliere ich bis zum 15.01.2024

Fragen, die Dir helfen, positive Ziele zu erreichen:

  • Was soll anders sein als jetzt, wenn Du Dein Ziel erreicht hast?
  • Was möchtest Du nicht mehr?
  • Was möchtest Du stattdessen?

Smarte Ziele sind selbstständig erreichbar

Selbstständig erreichbar bedeutet, dass die Zielerreichung zu 100 % in Deiner Hand liegt. Du bist also nicht von anderen abhängig, z.B. weil erst jemand etwas tun muss, damit Du an der Zielerreichung weiterarbeiten kannst.

So nicht: Ich gehe ins Fitnessstudio, wenn meine beste Freundin mitkommt.

Bitte so: Ich gehe zwei Mal pro Woche ins Fitnessstudio, auch wenn ich alleine gehen muss.

Fragen, die Dir helfen, selbstständig erreichbare Ziele zu formulieren:

  • Bist Du auf jemand anderen angewiesen, um das Ziel zu erreichen?
  • Liegt die Zielerreichung allein in Deinem Handlungsrahmen?
  • Bist Du in der Lage, das Ziel alleine zu erreichen?

Du hast Deine Ziele definiert? Mache den Öko-Check

Bevor Du Dich an die Planung Deiner Ziele machst, solltest Du einen Öko-Check durchführen. Frage Dich, ob Deine Ziele mit Deinen Werten und Deinem Umfeld im Einklang sind. Denn wenn Deine Ziele z.B. nicht mit Deinem Umfeld im Einklang stehen, führt dies sehr wahrscheinlich zu Konflikten mit Deinen Kolleg*innen, in Deiner Familie oder mit Deinem Partner / Deiner Partnerin. Jedes Ziel hat seinen Preis – sei es Zeit, Geld, Mühe oder Opfer. Überlege Dir bewusst, welchen Preis Du bereit bist zu zahlen, um Dein Ziel zu erreichen.

Mit folgenden Fragen kannst Du den Öko-Check für Deine smarten Ziele durchführen:

  • Was würdest Du verlieren, wenn Du Dein Ziel erreichst?
  • Was konkret tust Du dann nicht mehr?
  • Was geht nicht mehr, wenn Du Dein erreichst?
  • Was wirst Du zusätzlich tun müssen?
  • Wer wäre denn nicht erfreut, wenn Du Dein Ziel erreichst?
  • Wer würde leiden, wenn Du Dein Ziel erreichst?
  • Sind Dir die Konsequenzen die Zielerreichung wert?
  • Bist Du bereit, den Preis für die Zielerreichung zu zahlen?

Wenn Dein Ziel nach dem Öko-Check weiter Bestand hat, dann hast Du den Grundstein für die Zielerreichung gelegt. Der nächste Schritt ist die konkrete Zielplanung und Umsetzung der Maßnahmen. Diese stelle ich Dir in einem weiteren Blogartikel vor.

Viel Spaß beim Formulieren Deiner smarten Ziele!

Du benötigst meine Unterstützung? Kontaktiere mich jetzt, wenn Du noch Fragen hast.

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